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Wer die Musik verachtet, wie denn alle Schwärmer tun, mit denen bin ich nicht zufrieden. Denn die Musik ist eine Gabe und Geschenk Gottes, nicht ein Menschengeschenk. So vertreibt sie auch den Teufel und macht die Leute fröhlich… Ich gebe nach der Theologie der Musik die nächste Stelle und die höchste Ehre. Martin Luther
Veranstaltungen

31.10.2017

Katharina von Bora - Von der Pfarrfrau zur Bischöfin

Bis 31. Oktober: Ausstellung im Frauenmuseum Bonn


Die Reformation ist mit den Namen bekannter Männer verbunden, doch ohne die aktive Mitwirkung von Frauen hätte sie nicht denselben Einfluss und dieselbe Verbreitung gehabt. In der Ausstellung werden exemplarisch Reformatorinnen aus verschiedenen Regionen bzw. Ländern vorgestellt, wie Argula vom Grumbach, die 1523 Streitschriften für die neue Konfession verfasste.

 

Die Ausstellung wird der Frage nachgehen, wie sich das Frauenbild und das Ehemodell in der Reformation veränderten. Der protestantische Glaube ermächtigte auch Frauen zur Auslegung der Heiligen Schrift. Einige begannen zu predigen, andere verfassten religiöse Schriften. Die Rolle der protestantischen Frauen bewegte sich zwischen zwei entgegen gesetzten Polen: Frauen profitierten von dem Bildungsauftrag, die Pfarrersfrau hatte wichtige Aufgaben bei der Etablierung eines evangelischen Gemeindelebens, aber die Auflösung der Klöster nahm den Frauen auch Freiräume und begrenzte ihren Aktivitäten auf die Familie. Der religiöse Aufbruch der Frauen endete bald.

 

Erst im 20. Jahrhundert veränderte sich die Stellung von Frauen in der evangelischen Kirche langsam. Wir stellen Portraits der ersten Vikarinnen, Pfarrerinnen, die darum kämpften das vollständige Priesteramt ausüben zu können. Maria Jepsen, von 1992 bis 2010 erste deutsche Bischöfin und erste Bischöfin in der gesamten evangelisch-lutherischen Kirche, galt als ausgesprochen liberale Theologin. In Dänemark gab es recht früh Pfarrerinnen, in der Anglikanischen Kirche erst seit 1994. Lettland hat kürzlich jegliche Ordination von Frauen aufgehoben, worauf es weltweit Proteste gab.

Die Ausstellung wird gefördert von: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Frau Prof. Monika Grütters

 

Frauenmuseum – Kunst, Kultur, Forschung e.V.

53111 Bonn, Im Krausfeld 10

www.frauenmuseum.de

 

Öffnungszeiten:

Di – Sa 14 – 18 Uhr

So 11 – 18 Uhr

Eintritt: 6 Euro / 4,50 Euro ermäßigt

Führungen:

Öffentliche Führungen sonntags um 15 Uhr